Weil reden hilft: Wir feiern 30 Jahre Selbsthilfe im Landkreis Spree-Neiße

Sucht, chronische Erkrankungen, psychische Krisen – das Leben kann einen schnell aus der Bahn werfen. Selbsthilfegruppen wirken. Denn sie bilden einen geschützten Rahmen für einen wichtigen Prozess der Heilung: das Sprechen. Betroffene tauschen sich aus, hören einander zu, besinnen sich, nehmen sich Zeit und lassen sich auf menschliche Beziehungen ein – in vielen Fällen eine … mehr erfahren

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Sucht, chronische Erkrankungen, psychische Krisen – das Leben kann einen schnell aus der Bahn werfen. Selbsthilfegruppen wirken. Denn sie bilden einen geschützten Rahmen für einen wichtigen Prozess der Heilung: das Sprechen. Betroffene tauschen sich aus, hören einander zu, besinnen sich, nehmen sich Zeit und lassen sich auf menschliche Beziehungen ein – in vielen Fällen eine wohltuende Erfahrung.

Pionierarbeit beginnt 1992

1992 beginnt die Geschichte der Selbsthilfe in Spree-Neiße. Damals ist Brigitte Huth (ehemalige Fretwurst) federführend im Gesundheitsamt, das zu der Zeit am Spreedamm 1 in Spremberg verortet ist. Sie gründet den Verein „Arbeitskreis für Gesundheitsförderung Spree-Neiße e.V.“, den sie später zum Selbsthilfezentrum weiterentwickelt. Unterstützung erhält sie von Dr. Uwe Wriedt, der damalige Amtsarzt und Dr. Frieder Weiße, der im Sozialamt Berlin arbeitet. Brigitte Huth erinnert sich an die Zeit: „Nach meiner Weiterbildung zur Fachberaterin für Selbsthilfeförderung wollte ich die Selbsthilfe in der Region unbedingt etablieren. Ich bin von Krankenkasse zu Krankenkasse gegangen, und habe gefragt, ob sie Gruppen in Spremberg fördern würden.“

KiSS Spremberg wird erste Kontaktstelle des Landkreises

Wie bei vielen Anfängen gilt auch für die Selbsthilfebewegung in Spremberg: Der Aufbau ist zäh und mühselig, obwohl es bereits seit den 80er Jahren Angebote zur Suchtselbsthilfe gibt – beispielsweise im Abstinenzlerheim Spremberg e.V., das der Neurologe Dr. Thormann bereits 1990 gründet. Bis 1995 entstehen neben den Angeboten für Alkoholerkrankungen auch Gesprächsrunden für Frauen nach dem Krebs, Multiple Sklerose, Selbsthilfe durch Musik für sehbehinderte Menschen, Diabetes und Eltern von Kindern mit körperlichen und seelischen Einschränkungen. Bis 2012 formieren sich 20 Selbsthilfegruppen in Spremberg unter verschiedenen Trägern. Ein gemeinsamer Nenner, eine Koordinationsstelle, kommt in diesem Jahr mit der Kontaktstelle für Selbsthilfe Spremberg (KiSS) hinzu. Die KiSS ist bis heute in Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V. – ein 1996 gegründeter sozialer Verein mit Sitz in Spremberg. Seit Ende 2012 leitet Diplom-Sozialpädagogin Anne Wartenberg die Kontaktstelle und pflegt bis heute eine enge Verbindung zur Brigitte Huth, die seit 25 Jahren ehrenamtlich eine Selbsthilfegruppe leitet. Seit 2021 arbeiten Elke Garzke von der SEKIZ Spree-Neiße Nord aus Guben und Anne Wartenberg von der KISS aus Spremberg zusammen.

Einladung zur Jubiläumsfeier für alle Interessierten

Drei Jahrzehnte KiSS Spremberg und SEKIZ Guben/Forst – ein Anlass, um zu erinnern, aber auch den Blick nach vorn zu richten. Mit einem Jubiläumsfest würdigen die Verantwortlichen, Entscheidungsträger und auch die Gruppenmitglieder selbst die wichtige Arbeit der inzwischen stolzen 50 Selbsthilfegruppen im Landkreis Spree-Neiße. Die Gäste erwartet ein Tag voller Austausch, neuer Impulse und Ideen zur Selbsthilfearbeit und noch unentdeckte Wege der Vernetzung. Interessierte können sich natürlich vor Ort über die Angebote zur Selbsthilfe informieren und mögliche Hemmschwellen abbauen.

Herzliche Einladung zur Jubiläumsfeier

30 Jahre Selbsthilfe im Landkreis Spree-Neiße
am 10. Juni 2022 | 16 bis 20 Uhr
im Rosengarten Forst | Wehrinselstraße 42
03149 Forst (Lausitz)

Programm-Höhepunkte

• Lachyoga
• Fotobox
• Videozelt mit den Filmen von #sprichfürmich des
• KISS Stuttgart
• Escape-Room der LAGS
• Infoständen verschiedener Selbsthilfeverbände
• World-Café zu selbsthilfebezogenen Themen
• Marie-Luise Gunst & Band

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Eintrag vom 10.06.2022

„Mutmach-Lesung“ am 18. Mai in der KISS Spremberg: Cottbuser schreibt über überwundene Krebserkrankung

„Mutmach-Lesung” mit Johannes Heine und Martina Rellin aus dem Buch „Ein Mann steigt dem Krebs aufs Dach“ am Mittwoch, den 18. Mai 2022 ab 17 Uhr in der KiSS Spremberg (Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe) | Bergstraße 18 | Spremberg Der Eintritt ist frei.  Spremberg. Mut machen als Konzept – das will Dachdeckermeister Johannes Heine als er … mehr erfahren

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„Mutmach-Lesung” mit Johannes Heine und Martina Rellin
aus dem Buch „Ein Mann steigt dem Krebs aufs Dach“
am Mittwoch, den 18. Mai 2022 ab 17 Uhr
in der KiSS Spremberg (Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe) | Bergstraße 18 | Spremberg

Der Eintritt ist frei. 

Spremberg. Mut machen als Konzept – das will Dachdeckermeister Johannes Heine als er sich dazu entschließt, sein Tagebuch zu veröffentlichen. „Ein Mann steigt seinem Krebs aufs Dach – das Mutmach-Tagebuch“ beschreibt die Erkenntnisse, die eine schwere Erkrankung wie Krebs mit sich bringt und dass ein „Wird schon wieder“ nicht immer die beste Reaktion ist. Am 18. Mai kommt der gebürtige Cottbuser in die KiSS Spremberg des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V., um aus seinem Erstlingswerk zu lesen und ins Gespräch zu kommen. Mit dabei ist Co-Autorin und Martina Rellin, Schöpferin des Spiegel-Bestsellers „Klar bin ich eine Ost-Frau!“, „Göttergattin“ und ehemalige Chefredakteurin von „Das Magazin“.

Zuversicht finden nach der Krebsdiagnose

„Spätestens, wenn es dich erwischt, lernst du: Es gibt Wichtigeres als Geld und Gut”, weiß Johannes Heine. Ihn erwischte es 2006 – und er lernte daraus. Zwei Jahre nach der Diagnose überwindet er den Krebs, ändert dabei Gewohnheiten und vor allem: den Blick auf sein Leben.  Als Dank für all das Gute, das er während der Zeit der Krankheit von den Menschen in seiner Umgebung bekommen hat, möchte er das Wertvolle zurückgeben, was ihm der Krebs gebracht hat: Zuversicht. Sein Buch geht dabei über eine stereotype Patientengeschichte hinaus und widmet sich Fragen wie: Wie finde ich meinen Weg zur Genesung? Wie rede ich über Ängste und Gefühle? Und vor allem: Kann mir der Austausch mit anderen Betroffenen helfen?

Herzliche Einladung an alle Interessierte

Anne Wartenberg, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe Spremberg des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V.: „Wir freuen uns sehr, dass wir Johannes Heine und Martina Rellin für einen Besuch gewinnen konnten. Der Umgang mit Schicksalsdiagnosen ist etwas, das alle Menschen beschäftigt, die in die KiSS Spremberg kommen. Der Abend bietet eine Gelegenheit für Betroffene, Angehörige und Interessierte, um mit Menschen zusammen zu sein, die sich ebenfalls dem Thema verbunden fühlen. Johannes Heine wird uns eine Geschichte der Hoffnung nahebringen und Momente des Nichtaufgebens– eine Geschichte, die vielleicht auch alle nach den letzten Jahren gebrauchen können

 

Über das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V.:

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg ist ein gemeinnütziger und mildtätiger Verein, der seit 1996 vernetzte Hilfen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbietet. In seinem Sitz in Spremberg sind Beratungs- und Hilfsdienste verortet, unter anderem die interdisziplinäre mobile und ambulante Frühförder- und Beratungsstelle, die Erziehungs- und Familienberatungsstelle, flexiblen Hilfen zur Erziehung, Einzelfallhelfer, der offene Jugendtreff, die Vermittlungsstelle Täter-Opfer-Ausgleich sowie die Selbsthilfekontaktstelle (KISS). Außerhalb des Hauses sind Familientreffs in Welzow und Spremberg sowie die Praxis für Logopädie, die Schulsozialarbeit und die Offene Werkstatt angesiedelt. Der Verein ist zudem Träger von Kindertagesstätten in Graustein, Groß Luja, Sellessen/Haidemühl und Schwarze Pumpe, des Hortes Sellessen/Haidemühl, der ASF-Grundschule „Lausitzer Haus des Lernens“ sowie Tafeln für Bedürftige in Spremberg, Welzow, Cottbus, Drebkau, Lübben und Luckau.

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Eintrag vom 16.05.2022

Tinnitus – Der Fremde in meinem Ohr

Liebe Lesende, auf diesem Weg suchen wir Betroffene für eine Selbsthilfegruppe zum Krankheitsbild Tinnitus. Und plötzlich ist es da: das Geräusch im Ohr, ein Pfeifen, Summen, Brummen, Rauschen, Klicken oder Klopfen. Es wird schon wieder vorbeigehen, denken Sie sich, so war es ja die vorherigen Male auch. Doch dieses Mal leider nicht, es vergehen Tage … mehr erfahren

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Liebe Lesende, auf diesem Weg suchen wir Betroffene für eine Selbsthilfegruppe zum Krankheitsbild Tinnitus.

Und plötzlich ist es da: das Geräusch im Ohr, ein Pfeifen, Summen, Brummen, Rauschen, Klicken oder Klopfen. Es wird schon wieder vorbeigehen, denken Sie sich, so war es ja die vorherigen Male auch. Doch dieses Mal leider nicht, es vergehen Tage und Wochen mit dem neuen unerwünschten Besuch – Diagnose: Tinnitus. Ab diesen Zeitpunkt müssen sich Betroffene meist auf eine Odyssee durch den Ärztedschungel begeben, doch so richtig helfen kann niemand. Vielen fällt es schwer, anzunehmen, dass diese Töne jetzt für immer zu ihrem Leben dazu gehören sollen.

Austausch mit Betroffenen gibt Halt

Angehörige und Menschen im Umfeld können die eigene Situation oft nur schwer nachempfinden. Dabei kann das Leiden enorm sein: Es gibt Tage, an denen die Geräuschkulisse kaum zu hören ist und andere, wo es auf ein Maß anschwillt, das ein normales Leben kaum mehr möglich macht. Ein Weg aus dem Ausgeliefertsein bieten Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene selbst aktiv werden: Unter professioneller Begleitung können Sie sich hier mit anderen austauschen, Kraft und Halt finden. Sie können regelmäßig über ihre Erfahrungen berichten, Hilfe anbieten und auch empfangen.

Die Teilnahme an den Gesprächskreisen ist kostenlos und freiwillig. Jeder ist herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie.

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Eintrag vom 22.02.2022

Sei dabei ! -NEU-

Liebe Lesende, auf diesem Weg suchen wir Teilnehmende für folgende Selbsthilfegruppen:  Long Covid · Tinnitus · Depressionen · Depressionen im Alter · Chronische Schmerzen · Frauensuchtselbsthilfe · Multiple Sklerose · Schlaganfall · Parkinson · Typ-1-Diabetes · COPD · Borderline · Essstörungen

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Liebe Lesende,

auf diesem Weg suchen wir Teilnehmende für folgende Selbsthilfegruppen:  Long Covid · Tinnitus · Depressionen · Depressionen im Alter · Chronische Schmerzen · Frauensuchtselbsthilfe · Multiple Sklerose · Schlaganfall · Parkinson · Typ-1-Diabetes · COPD · Borderline · Essstörungen

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Eintrag vom 27.01.2022

Weihnachtsgruß

„Weihnachten sind kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage. Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein, das heißt, den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen.“ In diesem Jahr voller Stress, Unruhe und Ungewissheit wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Viele Hürden und unvorhergesehene Dinge haben uns … mehr erfahren

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„Weihnachten sind kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage. Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein, das heißt, den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen.“

In diesem Jahr voller Stress, Unruhe und Ungewissheit wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Viele Hürden und unvorhergesehene Dinge haben uns auf die Probe gestellt. Umso wichtiger ist es, den Zauber dieser Jahreszeit wieder zu verspüren. Er ist die Tiefe des Lebens, welcher ohne vorurteilsfreie Augen nicht zu sehen ist.

Die Leichtigkeit des Lebens sollte wieder in das Leben zurückkehren. Unverhofft werden Pläne und Ziele verändert, welche uns Ärger und Kummer bereiten. Doch anstatt diesem zu trotzen, könnten wir uns von diesem bezaubern lassen. Das einstige Beschweren und Nörgeln müssen beiseitegelegt werden, um eine neue Sicht auf Dinge zuzulassen.

Weihnachten ist die Zeit, welche uns bewusst werden lässt, dass wir den Schein und Schimmer immer noch in uns tragen. Durch viele äußerliche Faktoren wird dies aber beeinflusst und abgeschwächt.

Dieses Leuchten und den Glanz in Ihren Herzen wünschen wir Ihnen allen, denn das Glücklichsein ist das größte Gut.

Möge dieses Weihnachten Sie mit Geborgenheit, Liebe, Zuversicht und Gesundheit erfüllen. Auf ein gelingendes Jahr 2022 und das Sie diesen Zauber das ganze Jahr nach außen tragen.

Seien Sie herzlichst gegrüßt und besten Dank für Ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit in diesem Jahr.

 Ihre Anne Wartenberg und Maria Blume        

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Eintrag vom 02.12.2021

Aus Trist mach Bunt

Am 30.11.2021 haben sieben Selbsthilfegruppenteilnehmende die Chance ergriffen, dem Gruppenraum einen individuellen Akzent zu setzen. Gemeinsam mit der Kreativagentur Kiko in Spremberg, sollten die tristen Wände im Gruppenraum der Vergangenheit angehören. Mit Pinseln, Farben, Servietten und Tupfern sollte dies schnell zu einer Wohlfühloase umgestaltet werden. In dem Atelier der Kreativagentur sprühte es nur so vor … mehr erfahren

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Am 30.11.2021 haben sieben Selbsthilfegruppenteilnehmende die Chance ergriffen, dem Gruppenraum einen individuellen Akzent zu setzen. Gemeinsam mit der Kreativagentur Kiko in Spremberg, sollten die tristen Wände im Gruppenraum der Vergangenheit angehören. Mit Pinseln, Farben, Servietten und Tupfern sollte dies schnell zu einer Wohlfühloase umgestaltet werden.

In dem Atelier der Kreativagentur sprühte es nur so vor Begeisterung und Ideenvielfalt, nachdem drei weiße Leinwände auf dem Tisch lagen. Einstimmig entschieden sich die kreativen Köpfe dazu, diese nach Themen einzuteilen. Das Reisen, Ernährung und Maritime stand im Fokus.

Nachdem dies feststand, schnappten sich alle eine Schürze und Farbe, um der Leinwand Leben einzuhauchen. Damit das Bild den nötigen „Pepp“ bekommt, wurde dies mittels Klebestreifen in einzelne Parts abgeklebt. Formen und Strukturen spielten auch eine Rolle.

Nun konnte es endlich losgehen und gemeinsam verzierten sie die Leinwände mit Farben und Servietten. Während des Arbeitens wurde viel gelacht, wodurch die Gesprächsthemen kein Ende nahmen. Nach knapp zwei Stunden war das Kunstwerk vollbracht. Begeistert bestaunten alle die zum Leben erweckten Leinwände und warten nun sehnlichst darauf, diese im Gruppenraum wiederzufinden.

Durch dieses tolle Angebot haben zusätzlich die Teilnehmenden eine Idee für Weihnachtsgeschenke, zukünftige Gruppentreffen oder zum Eigengebrauch gewinnen können. Es wurde vielen wieder vor Augen geführt, dass auch mit wenig Material und Aufwand, etwas sehr Tolles entstehen kann.

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Eintrag vom 02.12.2021

Ein Bowlingnachmittag voller Spaß und Ausgelassenheit

Am 30.11.2021 kamen die Selbsthilfegruppen zum Thema „Sucht“ für eine Jahresabschlussrunde zusammen. Für viele Außenstehende mag dies unglaubwürdig klingen. Die Annahme derer ist es nämlich, dass die Gruppen jedes Mal in ihrem Gruppenraum sitzen und immer nur über ihre Last sprechen. Doch so ist es ganz und gar nicht. Sie planen regelmäßig Teamevents, um Abwechslung … mehr erfahren

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Am 30.11.2021 kamen die Selbsthilfegruppen zum Thema „Sucht“ für eine Jahresabschlussrunde zusammen. Für viele Außenstehende mag dies unglaubwürdig klingen. Die Annahme derer ist es nämlich, dass die Gruppen jedes Mal in ihrem Gruppenraum sitzen und immer nur über ihre Last sprechen. Doch so ist es ganz und gar nicht. Sie planen regelmäßig Teamevents, um Abwechslung und Action in ihren Alltag zu bringen. Trotz der wenigen Möglichkeiten in unserer Umgebung, werden diese ausgeschöpft. Zumal Corona die Auswahl eingrenzt beziehungsweise alles vernichtet. Umso größer war die Freude, bowlen zu gehen.

Schon bevor es losging, waren die Gespräche am Laufen, wodurch das Bowlingspiel eher nebensächlich war. Trotz dessen schlüpften alle in ihre Schuhe und Teams für die einzelnen Bahnen wurden gebildet. Zudem war Anne Wartenberg, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe in Spremberg, vor Ort, um sich mit den Teilnehmenden auszutauschen.

Die Stimmung war grandios und es wurde ausgiebig gelacht. Innerhalb dieser zwei Stunden, wurden alle Ängste und Nöte vergessen, welche gerade in jedem Kopf herumschwirren. Ein Hauch von Leichtigkeit und Freude zog durch den Raum, welcher für ewig anhalten sollte. Auch Anne Wartenberg wurde herzlichst in dieses Geschehen mit eingebunden. Sie stand mit Tipps und Tricks allen zur Verfügung, was besonders Anträge oder andere Unterlagen betrifft.

An solch einem Nachmittag wird einem mal wieder bewusst, was die Soziale Arbeit eigentlich ausmacht. Nicht nur Anträge stellen oder Telefonate tätigen, sondern das Miteinandersein und Austauschen. Einfach das Menschsein.

Corona hat zwar viel Schaden angerichtet und wird dies auch noch tun, aber unsere Selbsthilfegruppen bleiben stark und blicken positiv in die Zukunft.

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Eintrag vom 02.12.2021

Tag der Toleranz

Am 16.11.2021 war der Internationale Tag der Toleranz – hat nur kaum einer mitbekommen, oder? Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Spremberg (KiSS Spremberg) kämpft schon seit Längerem dafür, diesen so wichtigen Anlass mehr in unser Bewusstsein zu rücken – und hat zum Filmabend ins Spreekino Spremberg eingeladen. Das Drama „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ ist … mehr erfahren

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Am 16.11.2021 war der Internationale Tag der Toleranz – hat nur kaum einer mitbekommen, oder?

Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Spremberg (KiSS Spremberg) kämpft schon seit Längerem dafür, diesen so wichtigen Anlass mehr in unser Bewusstsein zu rücken – und hat zum Filmabend ins Spreekino Spremberg eingeladen.

Das Drama „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ ist über die Leinwand geflackert – ein Film, in dem unter anderem das Anderssein durch Erkrankung die Hauptrolle spielt. Denn in den Selbsthilfegruppen der KiSS Spremberg finden Menschen zusammen, die mit psychischen und körperlichen Krankheiten leben beziehungsweise leben müssen. Die Entscheidung zum Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe ist oftmals mit Scham, Hemmungen, Berührungsängsten verbunden: Anders sein, krank sein, vermeintlich „schwach“ sein – das will ich nicht. Und wenn doch, werde ich von meiner Umwelt und der Gesellschaft trotzdem akzeptiert?

Wie in nahezu allen Bereichen unseres Miteinanders baut hier Toleranz die Brücke zwischen Menschen – angefangen im Kleinen, in einer Partnerschaft oder Freundschaft bis hin zu Ihrer großen zerstörerischen Kraft der systematischen Ausgrenzung, wenn sie fehlt. Toleranz ist kostenfrei, kann von jedem Menschen in einer Sekunde „hergestellt“ werden und macht das Herz und das Leben des Anderen sofort leichter. Klingt doch gar nicht so verkehrt, oder?

Ein herzliches Dankeschön auch an das Team des Spreekinos Spremberg für die Unterstützung und tolle Organisation des Abends.

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Eintrag vom 02.12.2021

KiSS – Kino mit Herz 2021

17. Spremberger Filmächte: KiSS Spremberg lädt zum „Kinoabend mit Herz“ ein Der Spremberg Sommer endet seit vielen Jahren mit einem besonderen Bonbon für Film- und Freiluftfans: Auch in diesem Jahr lädt die Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe (KiSS Spremberg) des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V. während der Spremberger Filmnächte zum Freitagskino ein am Freitag, 27. August 2021 Freilichtbühne … mehr erfahren

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17. Spremberger Filmächte: KiSS Spremberg lädt zum „Kinoabend mit Herz“ ein

Der Spremberg Sommer endet seit vielen Jahren mit einem besonderen Bonbon für Film- und Freiluftfans: Auch in diesem Jahr lädt die Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe (KiSS Spremberg) des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V. während der Spremberger Filmnächte zum Freitagskino ein am

Freitag, 27. August 2021

Freilichtbühne Spremberg, Bahnhofsstraße, 03130 Spremberg

Still Alice – Mein Leben ohne gestern (USA 2015)

101 Minuten, FSK: 0

Einlass: 19 Uhr

Beginn: ca. 20.30 Uhr

Preis: 5 Euro

Und darum geht es: Dr. Alice Howland (Julianne Moore) ist eine anerkannte Sprachwissenschaftlerin, Ehefrau und Mutter dreier Kinder. Als ihr Gedächtnis plötzlich nachlässt, erhält sie die schockierende Diagnose: Alzheimer mit 50 Jahren. Durch die Krankheit nimmt Alices Leben eine unvorstellbare Wendung – auch ihr Mann John (Alec Baldwin), Sohn Tom (Hunter Parrish) sowie die beiden Töchter Anna (Kate Bosworth) und Lydia (Kristen Stewart) müssen sich in das neue Leben mit ihrer schwerkranken Mutter hineinkämpfen, während sich Alices Zustand zunehmend verschlechtert. Doch kann das überhaupt gelingen?

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Gf05DgcveQ8&ab_channel=KinoCheck

Thematisch passend, präsentiert der Sänger „Rhobbin“ vor dem Film seinen Song über das Thema Selbsthilfe, in dem er seine eigenen Erfahrungen mit seiner Suchterkrankung verarbeitet.

Junge Menschen auf Selbsthilfe aufmerksam machen

KiSS-Leiterin Anne Wartenberg hat für die diesjährige Filmnacht ein besonderes Anliegen: „In Zusammenarbeit mit der IKK Brandenburg-Berlin möchten wir den Abend nutzen und gezielt junge Besucher auf die lokalen Angebote zur Selbsthilfe aufmerksam machen. Es gibt viele Menschen, die wie die Hauptfigur im Film, bereits im jungen Alter von schweren chronischen Krankheiten betroffen sind. Seit Oktober 2019 gibt es beispielsweise es den Stammtisch ‚Junge Selbsthilfe‘ in Spremberg, der sich monatlich trifft. Die KiSS ist am Freitag mit einem Infostand vor Ort und möchte signalisieren: Niemand muss mit einem Problem oder einer Krankheit alleine bleiben – Hilfe ist da.“ 

Die Angebote der Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe Spremberg findet ihr hier!

Weitere Informationen zu den Spremberger Filmächten gibt es hier: https://www.spremberger-filmnaechte.de

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Eintrag vom 23.08.2021

Frischer Wind in der KiSS dank Fördermitteln

Die durch die Pandemie bedingte Schließung unserer Räume im ASF e.V. haben wir genutzt, um einige Neuerungen für euch vorzunehmen. Hierfür hatten wir Fördermittel beim Landesamt für Soziales und Versorgung beantragt und bewilligt bekommen. Was war das Ziel? Ziel des Projektes war es, den Raum so umzugestalten, dass Menschen mit und ohne Behinderung den Raum … mehr erfahren

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Die durch die Pandemie bedingte Schließung unserer Räume im ASF e.V. haben wir genutzt, um einige Neuerungen für euch vorzunehmen. Hierfür hatten wir Fördermittel beim Landesamt für Soziales und Versorgung beantragt und bewilligt bekommen.

Was war das Ziel?

Ziel des Projektes war es, den Raum so umzugestalten, dass Menschen mit und ohne Behinderung den Raum gut für Inklusion und mehr gesellschaftliche Teilhabe nutzen können. Dafür brauchte es eine Umbaumaßnahme im Bereich der Toilettenanlage und des Fußbodens. Es gab keine Komplikationen oder Abweichungen und somit dürfen wir euch heute verkünden, dass der Raum ab sofort für alle Selbsthilfegruppen zur Verfügung steht.

Was erwartet euch noch?

Durch eine Spende konnten wir eine Küchenzeile einbauen lassen, damit ihr auch mal gemeinsam kochen könnt oder zumindest euch ein wenig selbst versorgen könnt. Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit an einem eigens für euch eingerichteten Arbeitsplatz den Laptop zu nutzen. Natürlich können wir euch nun auch kostenfreies Wlan anbieten.

Wir freuen uns auf euch in der KiSS Spremberg, Bergstraße 18 in Spremberg.

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Eintrag vom 22.03.2021